WLAN-Störerhaftung abgeschafft

Mit der aktuellen Verabschiedung des Dritten Gesetzes zur Änderung des Telemediengesetzes hat der Deutsche Bundestag die Abschaffung der Störerhaftung beschlossen. WLAN-Hotspots können nun rechtssicher angeboten werden.

Weitgehender Schutz vor Schadenersatz und Abmahngebühren

Durch die geänderte Gesetzeslage sind Betreiber eines öffentlichen WLAN-Hotspots künftig weitgehend vor Schadenersatz und Abmahngebühren geschützt. Bislang konnten sie abgemahnt werden, wenn ein Gast das offene WLAN z.B. für einen illegalen Download von urheberrechtlich geschützten Inhalten missbraucht hatte. Deutschland kann nun endlich mit anderen europäischen Ländern gleichziehen. Denn WLAN ist das Kommunikationsmedium schlechthin.

WLAN auch Gästen anbieten

Der WLAN-Gastzugang bzw. der FRITZ!-Hotspot ist seit Jahren eine der populärsten Funktionen von FRITZ!Box. Anwender können ihren Gästen ein WLAN-Netz anbieten, das getrennt vom eigenen Netz arbeitet. Dabei baut die FRITZ!Box für Gäste ein zusätzliches WLAN mit separaten Sicherheitseinstellungen auf. Der Zugriff auf die Geräte des Anwenders im Heimnetz oder auf die Benutzeroberfläche der FRITZ!Box ist dem Gast jedoch nicht möglich. Der private Hotspot ist auch dort verfügbar, wo FRITZ!WLAN Repeater oder Powerline-Geräte mit WLAN für eine bessere Funkabdeckung sorgen.

Individuelle Willkommensseite

Eine zusätzliche Service-Funktion ist die Vorschaltseite von FRITZ!Hotspot. Per vorgeschalteter Infoseite können Betreiber eines öffentlichen Hotspots ihre Kunden mit einer individuell gestalteten Willkommensseite (Text und Logo) begrüßen. Zusätzlich bietet die FRITZ!Box Anbietern eines Hotspots die Möglichkeit, sich täglich per E-Mail informieren zu lassen, welche Geräte wann im Funknetz angemeldet waren.

Ein weiterer Komfort von FRITZ!Hotspot ist die Bandbreitenreservierung. Hotspot-Betreiber können darüber festlegen, welcher Anteil der Datenrate für ihr eigenes WLAN reserviert ist und wie viel ihren Gästen zur Verfügung steht. Anhand des Online-Monitors sehen sie die vom Gastnetz beanspruchte Kapazität des WLAN.

FRITZ!Hotspot von Haus aus sicher

Portsperren, die nach der neuen gesetzlichen Regelung zur Verhinderung von wiederholten Rechtsverstößen möglich sind, lassen sich über die Kindersicherung der FRITZ!Box (je nach Anforderung des Rechteinhabers) direkt in der Box einrichten. In den Standardeinstellungen sind über den FRITZ!Hotspot bzw. Gastzugang ohnehin nur die Ports geöffnet, die für Surfen oder Mailen benötigt werden. Der Nutzer muss im Normalfall nicht tätig werden.

Nach der gesetzlichen Regelung kann der Ausnahmefall eintreten, dass bestimmte Internetseiten gesperrt werden müssen. Über das Zugangsprofil "Gast" lassen sich in der FRITZ!Box mit wenigen Klicks Internetseiten einer sogenannten Blacklist hinzufügen.