FAQ zum "neuen Anschluss" der Telekom

1. Worum handelt es sich bei dem „neuen Anschluss“ der Telekom?

Künftig telefonieren Sie am „neuen Anschluss“ über das Internet Protokoll (IP). Daher bezeichnet die Telekom den „neuen Anschluss“ häufig auch als IP-basierten Anschluss. Andere Telekommunikationsunternehmen nennen diesen Anschlusstyp auch All-IP-Anschluss, weil über besagtes Internetprotokoll das gesamte Angebot zum Kunden gelangen kann: Telefonie, Internet, Fernsehen. Letzteres wird häufig als IP TV bezeichnet, die Telekom nennt diesen Dienst Entertain.

Neben den Begrifflichkeiten All-IP, IP-basiert und eben „neuer Festnetzanschluss“ gibt es aber für diese Technologie noch weitere Namen: Internettelefonie und VoIP (Voice over IP) gehören zu den bekanntesten Begriffen.

2. Was ändert sich für mich mit der IP-basierten Anschluss?

Durch den Wegfall der klassischen Festnetztechnologie können die bisher dafür genutzten Frequenzbereiche nun auch für die Internetverbindung mit verwendet werden. Davon profitieren viele Kunden in Form höherer Geschwindigkeiten bei der Internetnutzung. Haben Sie bisher alle Ihre Telefone bereits über die FRITZ!Box betrieben, sind in Sachen Verkabelung keine Veränderungen notwendig. Dennoch wirkt sich die neue Technik positiv auf die Gespräche aus: Telefonate über das Internet können in HD-Qualität erfolgen, was sich durch eine deutlich höhere Gesprächsqualität bemerkbar macht. Damit Sie tatsächlich in High-Definition telefonieren, muss ihr Gegenüber ebenfalls über den „neuen Anschluss“ telefonieren und Sie benötigen ein modernes Telefon wie das FRITZ!Fon.

Wenn Sie Ihre Telefone zuvor direkt an Ihrem alten Festnetzanschluss betrieben haben, sollten Sie zuallererst beachten, dass Sie am „neuen Anschluss“ zwar noch Ihre alte Telefondose (TAE) vorfinden, aber dort kann nun kein Telefon mehr direkt angeschlossen werden. Das einzige, was an der Telefondose bzw. am Splitter noch angeschlossen wird, ist die FRITZ!Box.

3. Ist die Sprachqualität nicht viel schlechter als im Festnetz?

Nein, im Gegenteil: Sprechen beide Partner über einen neuen IP-basierten Anschluss, ist die Sprachqualität deutlich besser als im herkömmlichen Festnetz. Wenn dann noch beide Seiten mit einem modernen Telefon wie dem FRITZ!Fon telefonieren, fällt der Unterschied noch deutlicher aus. Zwar boten alte ISDN-Festnetzanschlüsse durchaus eine bessere Qualität als alte Festnetzanschlüsse, an die Wertigkeit der IP-basierten Kommunikation kommen sie aber nicht heran. Allerdings gilt nun auch: Störungen der Internetverbindung betreffen nun auch immer die Telefonie.

4. Kann ich mein altes Telefon weiterhin benutzen?

Es ist nicht notwendig, dass Ihre alten Telefone IP-Technik unterstützen, das erledigt alles die FRITZ!Box. Grundsätzlich gilt: Wenn Sie nicht gerade ein altmodisches Telefon mit Wählscheibe betreiben, können Sie Ihre vorhandenen analogen Telefone an der FRITZ!Box weiterhin verwenden. Schließen Sie ihr altes analoges Telefon an dem analogen Fon-Anschluss an. DECT-Telefone können Sie einfach über den mit DECT beschrifteten Taster anmelden. Und selbst Ihre bisher mit der FRITZ!Box benutzten ISDN-Telefone können Sie auch weiterhin am „neuen Anschluss“ benutzen.

5. Welche FRITZ!Box ist mit IP-basiertem Anschluss kompatibel?

Alle aktuellen Modelle der FRITZ!Box sind für den IP-basierten Anschluss geeignet. Einzige Voraussetzung ist, dass die FRITZ!Box über eine integrierte Telefonanlage verfügt. Dies ist beispielsweise bei der FRITZ!Box 7490, 7390 oder auch 7272 der Fall. Mit wenigen Schritten schließen Sie sowohl ihr analoges als auch Ihr DECT-Telefon an und können loslegen.

6. Also muss ich nicht nur Speedport-Produkte an dem „neuen Anschluss“ der Telekom verwenden?

Nein. Auch am „neuen Anschluss“ der Telekom  arbeitet die FRITZ!Box problemlos.

7. Bekomme ich von der Telekom Support, wenn ich eine FRITZ!Box benutze?

Liegen Störungen am Anschluss vor, ist die Telekom verpflichtet, ihren Kunden Support zu leisten – da ist es unabhängig, ob Sie eine FRITZ!Box verwenden. Als zahlender Kunde haben Sie einen Anspruch auf störungsfreien Empfang bis zur Telefonanschlussdose (TAE) bzw. – wenn noch vorhanden – bis zum Splitter. Bei technischen Problemen mit der FRITZ!Box ist Ihnen der AVM-Support gern behilflich.

8. Telekom Entertain und WLAN To Go: Kann ich das mit meiner FRITZ!Box nutzen?

Das Entertain-Programm können Sie mit der FRITZ!Box nutzen. Sie benötigen von der Telekom lediglich den erforderlichen T-Home-Receiver. Dieser ist aber auch bei jedem anderen eingesetzten Router obligatorisch.

WLAN To Go, also das Verteilen der eigenen Bandbreite an andere Kunden, wird von der FRITZ!Box aktuell nicht unterstützt. Dennoch finden wir die Idee eines derartigen Hotspots interessant: Bereits mit der Veröffentlichung von FRITZ!OS 6.0 haben wir den privaten Hotspot eingefügt. Seitdem arbeiten wir eng mit Providern an entsprechenden öffentlichen Hotspot-Modellen zusammen. Mit dem Thema Hotspot 2.0, allen voran dem Standard „WiFiPasspoint“ setzen wir uns also weiterhin auseinander.

9. Unterstützt die FRITZ!Box die Annex-J-Anschlüsse der Telekom?

Bei Annex J handelt es sich um die splitterlose Variante von ADSL. Das bedeutet, dass Sie Ihren Router direkt mit der Buchse an der Wand verbinden und keinen Splitter mehr dazwischenschalten müssen. Auch hier gilt: Alle aktuellen FRITZ!Box-Geräte unterstützen bereits diese Technologie. Stellen Sie lediglich sicher, dass auf der FRITZ!Box die letzte für das Modell verfügbare FRITZ!OS-Version installiert ist. Ältere Modelle, wie beispielsweise die FRITZ!Box 7170, unterstützen diese Möglichkeit nicht. Die Telekom vollzieht den Wechsel auf zweierlei Arten: Entweder wird Ihr Anschluss sofort komplett umgestellt – also auch auf Annex-J – oder der Splitter ist weiterhin nötig. In letzterem Fall können Sie die älteren Modelle der FRITZ!Box weiterhin betreiben. Ist allerdings die Komplettumstellung erfolgt und kein Splitter mehr erforderlich, muss Ihr Router Annex-J unterstützen.

10. Unterstützt die FRITZ!Box die RAM (DPBO-)-Anschlüsse der Telekom?

Diese Anschlussform ist lediglich für ältere ADSL-Anschlüsse relevant. Heute ist aber der Nachfolger ADSL2+ sehr weit verbreitet, sodass ein separates DPBO-Erfordernis nicht mehr nötig ist. Dennoch unterstützen auch heute noch alle aktuellen FRITZ!Boxen mit aktuellem FRITZ!OS diese Anschlussform. Lediglich die ganz alten Modelle, für die Produktsupport und -entwicklung bereits eingestellt wurden, sind damit nicht kompatibel.

11. Ich nutze ein analoges Faxgerät – kann ich es weiterhin verwenden?

Am analogen Fon-Anschluss Ihrer FRITZ!Box können Sie das bisher verwendete analoge Fax-Gerät weiternutzen. Alternativ können Sie natürlich auch auf die Fax-Funktion Ihrer FRITZ!Box zurückgreifen. Alle aktuellen FRITZ!Boxen mit integrierter Telefonanlage verfügen über die Möglichkeit, Faxe zu versenden und zu empfangen.

12. Datenübertragung über VoIP – kann ich meine Türsprechanlage, Alarmmeldegeräte, Kassenterminale etc. ebenfalls anschließen?

Generell können Sie Türsprechanlangen an der FRITZ!Box betreiben. Allerdings benötigen Sie dafür eine universelle Zweidraht-a/b-Schnittstelle. Die veraltete FTZ-Schnittstelle wird dagegen nicht mehr unterstützt. Haben Sie konkrete Fragen zur Kompatibilität einer DECT-, ISDN- oder IP-basierten Türsprechanlage, erkundigen Sie sich bitte beim jeweiligen Hersteller. Dieser kann zu dem spezifischen Gerät eine konkrete Aussage treffen.

Auch bei der Datenübertragung zu anderen Geräten, wie etwa die Kommunikation mit EC-Kassenterminals, Alarmmeldegeräten oder vergleichbarer Hardware, wenden Sie sich bitte an den Hersteller. Wenn dieser sagt, dass Sie seine Hardware problemlos mit den IP-basierten Anschlüssen der Telekom betreiben können, sind Sie auf der sicheren Seite.

Haben Sie weitere Fragen? Die AVM-Hotline informiert Sie gern unter der Nummer 030/390 04 490.