FRITZ!Box 7362 SL Service - Wissensdatenbank

FRITZ!Box 7362 SL Service

Langsame WLAN-Verbindungen nach 802.11n

Bei WLAN-Verbindungen nach dem WLAN-Standard 802.11n ist die Datenrate geringer, als es der WLAN-Standard ermöglicht.

Hinweis:Alle Funktions- und Einstellungshinweise in dieser Anleitung beziehen sich auf das aktuelle FRITZ!OS der FRITZ!Box.

Führen Sie die hier beschriebenen Maßnahmen nacheinander durch. Prüfen Sie nach jeder Maßnahme, ob das Problem behoben ist.

1 WLAN-Gerät für 40 MHz-Funkkanäle einrichten

Die volle Datenrate wird bei WLAN-Verbindungen nach 802.11n nur erreicht, wenn das WLAN-Gerät Funkkanäle mit einer Bandbreite von 40 MHz verwendet. Beträgt die Bandbreite nur 20 MHz, werden maximal 195 Mbit/s erreicht.

Führen Sie die folgende Maßnahme durch, wenn der WLAN-Netzwerkadapter des Computers bzw. das WLAN-Gerät Funkkanäle mit einer Bandbreite von 40 MHz unterstützt:

Hinweis:Hinweise zur Einrichtung erhalten Sie im Handbuch oder direkt vom Hersteller des Gerätes.

  • Richten Sie den WLAN-Netzwerkadapter bzw. das WLAN-Gerät so ein, dass Funkkanäle mit einer Bandbreite von 40 MHz verwendet werden.

    Beispiel:
    Viele Intel WLAN-Netzwerkadapter können Sie für 40 MHz-Kanalbandbreite einrichten, indem Sie im Windows Geräte-Manager in den Eigenschaften des WLAN-Netzwerkadapters bei "802.11n Kanalbandbreite für Band 2.4" den Wert "Auto" auswählen:

2 Aktuelles FRITZ!OS der FRITZ!Box installieren

3 Aktuelle Software des WLAN-Gerätes installieren

  • Installieren Sie den aktuellen Treiber für den WLAN-Netzwerkadapter des Computers bzw. das aktuelle Betriebssystem (z.B. Android, iOS) für das WLAN-Gerät.

    Hinweis:Hinweise zur Aktualisierung des WLAN-Netzwerkadapters bzw. des WLAN-Gerätes erhalten Sie im Handbuch oder direkt vom Hersteller.
    Aktuelle Treiber für FRITZ!WLAN Sticks finden Sie in unserem Downloadbereich.

4 Ereignisprotokoll der FRITZ!Box prüfen

  1. Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf "System".
  2. Klicken Sie im Menü "System" auf "Ereignisse".
  3. Wählen Sie in der Ausklappliste den Eintrag "WLAN" aus.
  4. Prüfen Sie, ob in die Meldung "WLAN-Übertragungsqualität durch reduzierte Kanalbandbreite erhöht [...]" angezeigt wird.

5 Name des WLAN-Funknetzes (SSID) ändern

Sollten sich weitere WLAN-Funknetze mit gleichem Namen in direkter Umgebung befinden, kann es passieren, dass WLAN-Geräte automatisch versuchen, eine Verbindung zum falschen Funknetz herzustellen. Um dies zu verhindern, richten Sie einen eindeutigen Namen in der FRITZ!Box ein:

  1. Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf "WLAN".
  2. Klicken Sie im Menü "WLAN" auf "Funknetz".
  3. Tragen Sie im Eingabefeld "Name des WLAN-Funknetzes (SSID)" einen beliebigen Namen ohne Sonderzeichen ein.

    Wichtig:Nicht jedes WLAN-Gerät unterstützt alle Sonderzeichen. Verwenden Sie im Funknetznamen daher nur Buchstaben (ohne ä, ö, ü, ß) und Zahlen.

  4. Klicken Sie zum Speichern der Einstellungen auf "Übernehmen".

Bei der Übernahme des neuen Funknetznamens werden alle WLAN-Verbindungen zur FRITZ!Box getrennt. Die WLAN-Verbindungen zur FRITZ!Box müssen anschließend neu eingerichtet werden.

6 Maximale Sendeleistung einstellen

  1. Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf "WLAN".
  2. Klicken Sie im Menü "WLAN" auf "Funkkanal".
  3. Prüfen Sie, welche Funkkanal-Einstellung aktiv ist.
    • Wenn die Option "Funkkanal-Einstellungen automatisch setzen (empfohlen)" aktiviert ist:
      • Fahren Sie mit der nächsten Maßnahme fort.
    • Wenn die Option "Funkkanal-Einstellungen anpassen" aktiviert ist:
      1. Klicken Sie auf "Weitere Einstellungen".
      2. Wählen Sie in der Ausklappliste "Maximale Sendeleistung" den Wert "100%" aus.
      3. Klicken Sie zum Speichern der Einstellungen auf "Übernehmen".

7 WPA2-Verschlüsselung aktivieren

Die volle Datenrate wird nur erreicht, wenn eine WLAN-Verbindung nach 802.11n mit WPA2 verschlüsselt wird. Bei Verwendung einer anderen Verschlüsselungsmethode beträgt die maximale Datenrate 54 Mbit/s.

In den Werkseinstellungen der FRITZ!Box ist WPA2 bereits eingerichtet. Falls Sie die WLAN-Einstellungen der FRITZ!Box verändert haben, aktivieren Sie die WPA2-Verschlüsselung:

  1. Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf "WLAN".
  2. Klicken Sie im Menü "WLAN" auf "Sicherheit".
  3. Aktivieren Sie die WPA-Verschlüsselung.
  4. Wählen Sie in der Ausklappliste "WPA-Modus" die Option "WPA + WPA2".
  5. Tragen Sie im Eingabefeld "WLAN-Netzwerkschlüssel" einen Netzwerkschlüssel ein.

    Hinweis:Für optimale Sicherheit sollte das Kennwort mindestens 20 Zeichen lang sein und aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und anderen Zeichen bestehen.

  6. Klicken Sie zum Speichern der Einstellungen auf "Übernehmen".
  7. Drucken Sie die WLAN-Sicherheitseinstellungen aus oder notieren Sie sich diese.
  8. Stellen Sie die WLAN-Verbindung mit den notierten Sicherheitseinstellungen her.

8 WLAN-Geräte optimal positionieren

  • Positionieren Sie die FRITZ!Box möglichst in einem zentral gelegenen Raum.
  • Stellen Sie die FRITZ!Box nicht direkt in eine Zimmerecke.
  • Positionieren Sie die FRITZ!Box möglichst freistehend, d.h. nicht direkt hinter oder unter einem Hindernis, wie z.B. einem Schrank oder einer Heizung.
  • Positionieren Sie die FRITZ!Box möglichst weit oben im Raum, z.B. auf einem Regal.
  • Stellen Sie sicher, dass sich zwischen der FRITZ!Box und den anderen WLAN-Geräten möglichst wenige Hindernisse befinden. Besonders metallische oder wasserhaltige Objekte (z.B. Kühlschrank, Zimmerpflanzen) reduzieren die Qualität des WLAN-Signals deutlich.
  • Positionieren Sie die FRITZ!Box entfernt zu anderen Funksendern (z.B. Mikrowelle, Babyfon, Funklautsprecher, Bluetooth-Geräte).
  • Stellen Sie die FRITZ!Box und das WLAN-Gerät zum Testen möglichst nah beieinander auf.

    Hinweis:Nachdem Sie alle anderen Fehlerquellen ausgeschlossen haben, können Sie die Distanz zwischen beiden Geräten wieder vergrößern.

9 Störquellen ermitteln

  1. Schalten Sie nacheinander alle Geräte aus, die das WLAN-Funknetz stören könnten.

    Hinweis:Als Störquellen kommen alle Geräte in Frage, die Funkwellen aussenden. Dies sind z.B. andere WLAN-Geräte, Funklautsprecher, Bluetooth-Geräte, Babyfone oder Mikrowellen-Geräte.

  2. Prüfen Sie nach dem Ausschalten jedes Gerätes, ob die WLAN-Verbindung weiterhin beeinträchtigt wird.

Wenn Sie ein Gerät als Störquelle ermittelt haben, können Sie es entweder ausgeschaltet lassen oder versuchen, die Störung durch manuelle Anpassung des Funkkanals zu umgehen.

10 Optimalen Funkkanal einstellen

  1. Klicken Sie in der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box auf "WLAN".
  2. Klicken Sie im Menü "WLAN" auf "Funkkanal".
  3. Ermitteln Sie anhand der Grafik "Belegung der WLAN-Kanäle", welcher Funkkanal im unteren Frequenzbereich möglichst wenig durch andere WLAN-Funknetze und Störer beeinflusst wird.
  4. Aktivieren Sie im Abschnitt "Funkkanal-Einstellungen" die Option "Funkkanal-Einstellungen anpassen".
  5. Wählen Sie in der Ausklappliste "Funkkanal" den ermittelten Kanal aus.
  6. Klicken Sie zum Speichern der Einstellungen auf "Übernehmen".
  7. Prüfen Sie, ob die WLAN-Verbindung jetzt weiterhin gestört wird.
    • Wenn die WLAN-Verbindung weiterhin gestört wird:
      • Wiederholen Sie die Schritte 3. - 7. mit einem Funkkanal im mittleren und oberen Frequenzbereich und verwenden Sie den Funkkanal, bei dem die wenigsten Störungen auftreten.

        Wichtig:Bei der Grafik der WLAN-Umgebung handelt es sich um eine Momentaufnahme! Die Belegung des Frequenzbands kann sich im Laufe eines Tages deutlich verändern, da viele WLAN-Funknetze bei Gebrauch eingeschaltet werden. Prüfen Sie daher mehrfach, welche Funkkanäle am wenigsten durch Störer beeinflusst werden.

Jetzt sind die FRITZ!Box und das WLAN-Gerät optimal eingerichtet und die WLAN-Geräte können sich mit der größtmöglichen Reichweite und bestmöglichen Datenrate mit der FRITZ!Box verbinden.

Hinweis: Wenn sich die Qualität der WLAN-Verbindung mit diesen Maßnahmen nicht ausreichend verbessern lässt, können Sie einen FRITZ!WLAN Repeater einsetzen, um die Reichweite des WLAN-Funknetzes und die Datenrate der WLAN-Verbindung zu erhöhen.