FRITZ!Powerline 1240E Service - Wissensdatenbank

FRITZ!Powerline 1240E Service

Powerline-Verbindung langsam

Die Powerline-Verbindung zwischen zwei oder mehreren FRITZ!Powerline-Adaptern wird mit einer geringen Datenrate hergestellt. Dadurch werden z.B. Internetseiten erst verzögert angezeigt, Datei-Downloads dauern lange und Videostreams werden fehlerhaft wiedergegeben oder brechen ab.

Eine geringe Datenrate in einem Powerline-Netzwerk wird meist durch Störfaktoren im häuslichen Stromnetz verursacht. Im Folgenden beschreiben wir Ihnen, wie Sie einen Hardwaredefekt Ihrer FRITZ!Powerline-Adapter ausschließen und das Powerline-Netzwerk optimieren können.

1 Funktionsfähigkeit der FRITZ!Powerline-Adapter überprüfen

Prüfen Sie, ob Ihre FRITZ!Powerline-Adapter in einer Testumgebung korrekt funktionieren:

Programm FRITZ!Powerline herunterladen und installieren

  1. Rufen Sie im Internetbrowser unseren Downloadbereich auf.
  2. Wählen Sie die Produktgruppe "FRITZ!Powerline" und dann Ihr Produkt.
  3. Laden Sie das Programm FRITZ!Powerline für das Betriebssystem Ihres Computers herunter.
  4. Installieren Sie FRITZ!Powerline auf einem Computer, der über einen LAN-Anschluss verfügt.

FRITZ!Powerline-Adapter für Funktionstest einrichten

  1. Stecken Sie zwei FRITZ!Powerline-Adapter, zwischen denen die Powerline-Verbindung langsam ist, nebeneinander in eine Steckdosenleiste.
  2. Entfernen Sie alle anderen Geräte von der Steckdosenleiste.
  3. Verbinden Sie einen der beiden FRITZ!Powerline-Adapter über ein Netzwerkkabel mit Ihrem Router (z.B. FRITZ!Box).
  4. Verbinden Sie den anderen FRITZ!Powerline-Adapter über ein Netzwerkkabel mit dem Computer, auf dem das Programm FRITZ!Powerline installiert ist.

Datenrate ermitteln

  1. Rufen Sie das Programm FRITZ!Powerline auf.
  2. Laden Sie eine Datei aus dem Internet oder kopieren Sie eine Datei von einem anderen Netzwerkgerät über die Adapter in der Steckdosenleiste auf den Computer mit FRITZ!Powerline.
  3. FRITZPowerline zeigt die Geschwindigkeit zwischen beiden FRITZ!Powerline-Adaptern bei dem Adapter an, der nicht mit dem Computer verbunden ist. Lesen Sie die Datenrate bei "Senden" und "Empfangen" ab.
  4. Wiederholen Sie die Schritte 1. - 3. für weitere FRITZ!Powerline-Adapter, sofern die Powerline-Verbindung zwischen diesen ebenfalls langsam ist.

Wenn eine der angezeigten Datenraten mindestens 600 Mbit/s (beim MIMO-Verfahren) bzw. 300 Mbit/s (beim Diversity-Verfahren) beträgt, funktionieren die FRITZ!Powerline-Adapter korrekt.

Was ist MIMO bzw. Diversity?

Beim MIMO-Verfahren (Multiple Input Multiple Output) werden alle drei Adern des häuslichen Stromnetzes (Phase, Neutralleiter, Schutzleiter) für die Signalübertragung genutzt. Ob MIMO zum Einsatz kommt, hängt von der Beschaffenheit des häuslichen Stromnetzes ab.

Wenn die gleichzeitige Nutzung beider Adernpaare (Phase/Neutralleiter, Phase/Schutzleiter) möglich ist, kommt MIMO zum Einsatz. Dadurch steigt die Datenrate um das Doppelte im Vergleich zu Powerline-Adaptern, die MIMO nicht unterstützen. Mit MIMO kann eine maximale Datenrate von 1200 Mbit/s brutto erreicht werden.

Wenn die gleichzeitige Nutzung beider Adernpaare nicht möglich ist, kommt Diversity zum Einsatz. Dabei werden automatisch die Adern genutzt, die die beste Übertragungsqualität sowie eine robuste Powerline-Verbindung versprechen. Mit Diversity kann eine maximale Datenrate von 600 Mbit/s brutto erreicht werden.

MIMO wird von den FRITZ!Powerline-Modellen 1000E, 1220E, 1240E und 1260E unterstützt.

2 Störfaktoren im Stromnetz minimieren

Die Kommunikation zwischen Powerline-Adaptern kann durch Störfaktoren im häuslichen Stromnetz stark beeinträchtigt werden. Versuchen Sie, diese Störfaktoren zu minimieren oder vollständig zu umgehen:

  1. Betreiben Sie den FRITZ!Powerline-Adapter direkt in einer Wandsteckdose und nicht in einer Steckdosenleiste oder mit einem Verlängerungskabel.
  2. Vermeiden Sie Powerline-Verbindungen über unterschiedliche Stromphasen, Sicherungskästen und FI-Schutzschalter hinaus.
  3. Betreiben Sie den FRITZ!Powerline-Adapter nicht hinter einem Überspannungsschutz.
  4. Schalten Sie testweise andere Geräte aus oder nehmen diese kurzfristig vom Stromnetz, um mögliche Störquellen zu erkennen und diese anschließend zu minimieren.

    Mögliche Störquellen sind z.B. Schaltnetzteile, Dimmer, Halogensysteme und Energiesparlampen sowie laufende Elektromotoren (z.B. in Kühlschrank, Küchenmaschine, Trockner, Waschmaschine, Staubsauger oder Bohrmaschine).

  5. Achten Sie darauf, dass Kabel, auf denen ein VDSL-Signal geführt wird, in einem Abstand von mindestens 10 cm zu Stromleitungen und Steckdosen verlegt sein müssen.
  6. Testen Sie unterschiedliche Wandsteckdosen und verringern Sie die Entfernung zwischen den FRITZ!Powerline-Adaptern.

Falls sich die Geschwindigkeit der Powerline-Verbindung mit diesen Maßnahmen nicht ausreichend verbessern lässt, liegt die Ursache im häuslichen Stromnetz und kann durch die FRITZ!Powerline-Adapter nicht weiter beeinflusst werden.