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Ratgeber

FRITZ!Box am Glasfaseranschluss

Glasfaser mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von mehreren Gigabit pro Sekunde gilt allgemein als die ultimative Lösung, wenn es um den Breitbandanschluss geht. Es gibt verschiedene Glasfasertechnologien – gebräuchlich sind aktive (AON) und passive (GPON, XGS-PON) Glasfasernetze. Für beide Varianten gibt es die passende FRITZ!Box.

AON (Active Optical Network): Punkt zu Punkt

AON ist nach dem System „Punkt zu Punkt“ aufgebaut. Jeder Nutzer hat seine „eigene Leitung“ zum Netzbetreiber – die Verkabelung ist sternförmig. Das hat den großen Vorteil, dass alle Anschlussteilnehmer ohne gegenseitige Beeinflussung die volle Bandbreite genießen. Es wird als „aktiv“ bezeichnet, weil das nächste Netzelement aus Sicht des Anschlusses ein „aktives“ ist – nämlich der Switch auf der Seite des Anbieters, in dem die Glasfaserleitung terminiert wird.

PON (Passive Optical Network): Punkt zu Mehrpunkt

1. GPON (Gigabit Passive Optical Network)

Beim PON-Glasfasernetzwerk verwendet der Netzbetreiber einfache, passive Komponenten wie Splitter. Die Kabel mehrerer Haushalte werden über diese zusammengeführt und teilen sich dann dieselbe Leitung zum Netzbetreiber: „Punkt zu Mehrpunkt“. Das bedeutet, dass alle an einer Leitung hängen. Damit ist das PON-Glasfasernetz, wie auch das Kabelnetz (DOCSIS) oder Mobilfunk, ein Shared Medium. Es teilen sich mehrere Teilnehmer die zur Verfügung stehende Bandbreite.

2. XGS-PON (10 Gigabit Passive Optical Network)

Bei XGS-PON handelt es sich um eine Weiterentwicklung von GPON. PON-Glasfasernetze sind in verschiedenen Standards definiert, die sich unter anderem durch ihre maximale Bandbreite unterscheiden. Mit XGS-PON können Datenraten von bis zu 10 GBit/s im Down- als auch im Upstream erreicht werden und ist damit deutlich breitbandiger als sein Vorgänger.

Gemeinsam haben die Glasfasertechnologien, dass die FRITZ!Box 5590 Fiber und 5530 Fiber die passenden FRITZ!Box-Modelle sind.

Stromkosten sparen

Ein weiterer Vorteil einer FRITZ!Box Fiber: Es entfällt ein zweites Gerät für den Internetanschluss. Im Vergleich zur durchschnittlichen Leistungsaufnahme eines Routers mit externem Glasfasermodem können Sie mit einer vollintegrierten FRITZ!Box Fiber rund 40 Prozent Energiekosten sparen.

Dieser Ratgeber-Artikel verschafft Ihnen einen allgemeinen Überblick rund um das Thema „Anschlussart Glasfaser“ und diese Infografik zeigt die Fakten bzgl. der Stromkosten im Überblick.

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