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Ratgeber

Alles über sichere Passwörter

Ein moderner Computer benötigt nur Augenblicke, um einfache Codes und Passwörter wie "123456" oder "passwort" zu knacken. In vielen Fällen stellen unzureichende Kennwörter ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar. Wenn Sie sich an den folgenden Ratschlägen orientieren, können Sie Ihre Daten und Ihre Identität besser schützen.

1. Seien Sie kreativ

Galt einige Zeit lang die Prämisse, dass ein Kennwort umso sicherer ist, je länger und komplexer es ist, raten Experten inzwischen dazu, Passwörter zu verwenden, die „gut zu merken“, aber „schwer zu erraten“ sind. Seien Sie also kreativ. Nach wie vor wichtig: Es sollten keine Wörter verwendet werden, die in Wörterbüchern stehen und keine Sequenzen von gleichen Buchstaben oder aufsteigenden Ziffern. Die US-Behörde „National Institute of Standards and Technology (NIST)” rät zu mindestens acht Zeichen, die deutsche Verbraucherzentrale zu mindestens zehn Zeichen.

2. Nutzen Sie jedes Kennwort für nur einen Account

Für den Fall, dass doch eines Ihrer Kennwörter geknackt wird, sollten Sie kein Kennwort auf mehreren Seiten verwenden, sondern sich für jeden Account ein eigenes Kennwort zulegen.

3. Verwenden Sie einen Passwortmanager

Wenn Sie auf vielen Internetseiten angemeldet sind, benötigten Sie entsprechend viele Accounts mit unterschiedlichen Kennwörtern. Um nicht den Überblick zu verlieren, bietet sich ein Passwortmanager an. Mit einem einzigen Kennwort – dem Masterkennwort – haben Sie in diesem Tool Zugriff auf all Ihre Login-Daten. Alternativ können Sie sich Notizen machen, die Sie an einem sicheren Ort aufbewahren.

4. Kennwortdiebstahl? Machen Sie den Test

Möglicherweise sind bereits private Daten und Kennwörter von Ihnen in Umlauf gelangt. Das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut bietet die Möglichkeit, einen Test zum Datendiebstahl zu machen. Der "Identity Leak Checker" kann E-Mail-Adressen darauf überprüfen, ob sie mitsamt sensibler Daten im Internet im Umlauf sind.

Checkliste – So wählen Sie ein sicheres Kennwort

  • Verwenden Sie Kennwörter, die Sie sich gut merken können, die aber für Außenstehende schwer zu erraten sind
  • Verzichten Sie in Ihren Kennwörtern auf Wörter, die im Wörterbuch stehen, und auf Namen
  • Die Verbraucherzentrale rät zur Verwendung von einem mindestens zehn Zeichen langen Kennwort, die US-Behörde NIST von mindestens acht Zeichen
  • Legen Sie für jeden Account einen eigenen Benutzernamen und ein einzigartiges Kennwort an
  • Wenn Sie viele Accounts besitzen, sollten Sie einen Kennwortmanager mit einem Masterkennwort in Betracht ziehen
  • Nutzen Sie auch andere Formen des ID-Checks. So bieten immer mehr Internetdienste die Möglichkeit einer Zwei-Faktor-Authentisierung an. Ein Beispiel hierfür ist die Eingabe einer TAN beim Online-Banking zusätzlich zur Eingabe des Kennwortes.
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