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Ratgeber

Alles über WLAN

Laut einer statista-Umfrage nutzten 2016 knapp 40 Millionen Haushalte WLAN. Kein Wunder, denn die kabellose Verbindung ist schnell hergestellt, ermöglicht eine hohe Datenübertragungsrate und praktisch alle Endgeräte verfügen entweder über ein WLAN-Modul oder können mit einem WLAN-USB-Client entsprechend erweitert werden.

Allerdings war das nicht immer so: Zu Beginn des DSL-Zeitalters erfolgte die Internetverbindung über das LAN-Kabel, bevor die WLAN-Verbindung als luxuriöse Alternative Einzug hielt. Außerdem ist WLAN nicht gleich WLAN: Die Technologie entwickelt sich stets weiter und diverse Standards kennzeichnen diesen Verlauf. Mit den einzelnen Standards und weiteren wissenswerten Fakten zum Thema WLAN befasst sich dieser Artikel.

Was ist WLAN?

Die Abkürzung WLAN steht für „Wireless Local Area Network“. Mithilfe dieser Technologie ist es Endgeräten wie Tablet, PC oder Smartphone möglich, eine kabellose Verbindung zu einem Funknetzwerk herzustellen. Damit ein Funknetz aufgebaut werden kann, bedarf es eines Routers mit WLAN-Unterstützung (beispielsweise die FRITZ!Box 7590). Dieser empfängt das ankommende DSL-, Kabel- oder LTE-Signal und sendet es an entsprechende Geräte im Empfangsbereich.

Ansonsten funktioniert die Drahtlosverbindung wie ein kabelbetriebenes Netzwerk: WLAN-Geräte melden sich an und tauschen Daten mit dem Router aus. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es entfallen nicht nur die lästigen Kabel, Sie können sich mit Handy und Co. außerdem frei im Empfangsbereich bewegen, ohne die Verbindung zu verlieren. Des Weiteren stellen die Geräte die Verbindung zum WLAN automatisch wieder her, wenn Sie nach Verlassen des Empfangsbereiches zurückkehren. Für die Sicherheit der WLAN-Verbindungen sorgt auf den FRITZ!Box-Modellen die bewährte WPA2-Verschlüsselung: Ab Werk ist jedes WLAN-Netz mit einem individuellen Netzwerkschlüssel gesichert.

Was sind die Vorteile von Dual-WLAN?

Da es sich bei WLAN um ein Funknetz handelt, müssen die Funksignale in einem bestimmten Netz bzw. Frequenzbereich übertragen werden. Der langjährige Standard ist das 2,4-GHz-Netz. Das bedeutet, dass alle WLAN-Geräte im Heimnetz auf dieser Frequenz funken, was bei einer großen Menge an Hardware nicht nur zu großer Auslastung, sondern ggf. auch zu einer Beeinträchtigung der Geräte untereinander führt. Neben dem 2,4-GHz-Band kann auch das deutlich störungsärmere 5-GHz-Band für WLAN benutzt werden.

Mit Einführung des WLAN-AC-Standards im Jahr 2013 entstand hier erstmals eine breitere Nutzung für 5-GHz-WLAN-Netze, einen entsprechenden Client vorausgesetzt. Dual-WLAN bedeutet, dass die FRITZ!Box gleichzeitig auf beiden Kanälen verbundene Geräte bedienen kann. Wenn die Technik im WLAN-Router dann noch selbstständig entscheidet, welches Band für welches Gerät optimal ist und entsprechend wechselt, nennt man das Band Steering.

Der neueste WLAN-Standard hört auf den Namen WLAN AX (Wi-Fi 6). Er sorgt für schnellere Datenübertragungen und eine höhere Kapazität des drahtlosen Netzwerks, vor allem auch dann, wenn viele WLAN-Geräte gleichzeitig am WLAN-Hotspot angemeldet sind. Besonders schön: Auch für das 2,4-GHz-Netz gibt es erstmals seit rund zehn Jahren echte Neuerungen und somit bessere Performance.

Welche Standards gibt es?

Der WLAN-AX-Standard wurde als modernster Vertreter bereits genannt. Allerdings hat dieser einige Vorläufer, die jeweils neue Möglichkeiten mit sich brachten. Die wichtigsten WLAN-Standards sind hier kurz aufgelistet:

IEEE 802.11:

Dabei handelt es sich um den Standard, der bei der Kommunikation in Drahtlosnetzwerken als Basis dient. Der erste WLAN-Standard aus dem Jahre 1997 ermöglichte es, Daten mit 1 MBit/s zu übertragen. Die Buchstaben „IEEE“ stehen für den Herausgeber des Standards, das Institute of Electrical and Electronics Engineers. Die folgenden Standards sind Weiterentwicklungen von IEEE 802.11.

IEEE 802.11b:

Die erste Weiterentwicklung aus dem Zeitraum der Jahrtausendwende wird durch das b gekennzeichnet. In der Theorie können mit WLAN b im 2,4-GHz-Netz bis zu 11 MBit/s übertragen werden.

IEEE 802.11g:

WLAN g ist der Nachfolger von WLAN b und funkt ebenfalls nur im 2,4-GHz-Netz. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit hatte sich auf 54 MBit/s erhöht und war ab 2003 als Standard verfügbar.

IEEE 802.11n:

Im September 2009 wurde der Nachfolgestandard WLAN N verabschiedet. WLAN N kann Geräte sowohl auf dem 2,4- als auch auf dem 5-GHz-Netz ansprechen und Daten mit bis zu 600 MBit/s übertragen.

IEEE 802.11ac:

WLAN AC wurde Ende 2013 standardisiert und stellt die aktuell verbreiteste WLAN-Variante dar. WLAN AC ist nur für das 5-GHz-Band standardisiert. Neu ist allerdings die Geschwindigkeit von aktuell bis zu 1,733 GBit/s in einer Geräte-Konfiguration mit 4 Antennen. Mehr über WLAN AC gibt es hier im Ratgeber.

IEEE 802.11ax / Wi-Fi 6:

Der neueste WLAN-Standard trägt den Namen WLAN AX (Wi-Fi 6). Er bringt höhere Geschwindigkeiten und eine effizientere Nutzung der Funkfrequenzen. Alle Informationen über den modernsten und schnellsten WLAN-Standard finden Sie in unserem Ratgeber zu WLAN AX (Wi-Fi 6).

Der neueste WLAN-Standard Wi-Fi 6 startet ab 2020 richtig durch und spielt seine Vorteile mit steigender Verbreitung aus. WLAN bleibt daher auch die nächsten Jahre die erste Wahl im Heimnetz.

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