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Ratgeber

AVM erklärt WLAN Mesh Steering

Mit Einführung der FRITZ!OS-Version 7.10 ist neben Band Steering auch das sogenannte AP-Steering als neues Leistungsmerkmal im Bereich WLAN dazugekommen. Beide zusammen bilden die Grundlage für WLAN Mesh Steering. Im Folgenden erklären wir, wie Sie von Mesh Steering profitieren.

Was ist WLAN Mesh Steering?

Kommen mehrere FRITZ!-Produkte im Heimnetz zum Einsatz, steuert WLAN Mesh Steering Smartphones, Tablets oder andere WLAN-Geräte automatisch zu dem WLAN-Zugangspunkt mit dem besten WLAN-Empfang und zugleich in das geeignete Frequenzband. So optimiert WLAN Mesh Steering nicht nur die WLAN-Verbindung einzelner Geräte, sondern gleichzeitig die Auslastung aller WLAN-Zugangspunkte.

Die als Mesh Repeater eingerichteten Geräte (z. B. eine weitere FRITZ!Box oder FRITZ!Repeater) werden technisch auch als sogenannte „Access Points“ – kurz „AP“ – bezeichnet. Mit aktivem AP-Steering wird sichergestellt, dass das gesteuerte WLAN-Gerät stets bestmöglich verbunden ist, und zugleich die Leistung des gesamten Heimnetzes optimiert. Dies geschieht automatisch, es sind keine Benutzereinstellungen notwendig. Die Funktion ist in der Voreinstellung aktiv, kann in der FRITZ!Box-Benutzeroberfläche aber auch nachträglich aktiviert werden.

Fortschritt durch Band Steering

Mit der Technologie Band Steering wird der Gedanke des Dual-WLANs (2,4- und 5 GHz-Band) konsequent weitergedacht. Viele moderne Geräte wie Smartphones, Tablets und Notebooks nutzen bereits die alternative Verwendung zweier WLAN-Bänder. Band Steering bezeichnet den Vorgang, bei dem die FRITZ!Box diese Band-Steuerung automatisch übernimmt, also ohne Zutun Ihrerseits selbsttätig entscheidet, welches dualbandfähige Gerät wann auf welchem Band kommuniziert. Auf diese Weise sind Geräte viel effizienter im Drahtlosnetzwerk eingebunden, was sich in einer spürbaren Verbesserung der Datenübertragungsrate zeigt.

Der Mesh Master gibt den Ton an

Im Mesh verfügt die FRITZ!Box in ihrer Funktion als Mesh Master über Verbindungsinformationen aller WLAN-Endgeräte wie Smartphones oder Laptops. Sobald der Mesh Master feststellt, dass ein WLAN-Gerät über keine gute Verbindung mehr verfügt, fordert er das Gerät zum Wechsel auf einen passenderen Repeater oder ein anderes Frequenzband auf.

Im Gegensatz zu WLAN-Roaming entscheidet bei WLAN Mesh Steering also nicht das WLAN-Gerät, wann ein Funknetzwechsel sinnvoll ist, sondern der Mesh Master. Das hat den entscheidenden Vorteil, dass der Mesh Master besser beurteilen kann, welcher WLAN-Zugangspunkt bzw. welches Frequenzband gerade ideal ist, da ihm Informationen über sämtliche WLAN-Geräte und deren Verbindungen vorliegen, inklusive der Auslastung der Mesh Repeater. Einzelne WLAN-Geräte können diese Informationen nicht ermitteln.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Das WLAN-Gerät muss dualband-fähig sein (2,4- und 5-GHz-Band müssen unterstützt werden, siehe Dokumentation zum WLAN-Gerät).
  • Die WLAN-Standards 802.11k und 802.11v müssen vom WLAN-Gerät vollständig unterstützt werden.
  • Alle beteiligten FRITZ!-Produkte müssen ins Mesh eingebunden sein (erkennbar am Mesh-Symbol).
  • Es muss eine FRITZ!Box mit WLAN AC oder Wi-Fi 6 sein.
  • Der WLAN-Funknetzname (SSID) beider Frequenzbänder des Mesh Masters muss identisch sein (dies ist im Auslieferungszustand der FRITZ!Box der Fall).
  • Die FRITZ!-Produkte haben mindestens FRITZ!OS 7.10 installiert.

Welche Schritte Sie noch unternehmen können, um die WLAN-Leistung zu verbessern, sehen Sie in diesem Ratgeber.

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